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Wie identifiziere ich IROs im Zusammenhang mit dem Klimawandel?

Um IROs (Auswirkungen, Risiken und Chancen) im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu identifizieren, folge diesem strukturierten Ansatz.

  1. Klimabezogene Auswirkungen identifizieren

    Dies sind die tatsächlichen und potenziellen Effekte, die dein Unternehmen auf das Klima hat, hauptsächlich durch Treibhausgasemissionen (GHG) und andere Einflussfaktoren. ****

    Wie identifiziert man sie?

    • Bewerte deine Emissionsquellen: Analysiere, wo in deinen eigenen Abläufen und in der Lieferkette Emissionen entstehen (z. B. Energieverbrauch, Transport, Produktionsprozesse).
    • Berücksichtige indirekte Klimatreiber: Neben direkten Emissionen solltest du auch Faktoren wie Landnutzungsänderungen, Rußpartikel (Black Carbon) und Ozonemissionen in Betracht ziehen.
    • Überprüfe Prozessineffizienzen: Identifiziere betriebliche Prozesse, die übermäßig Emissionen verursachen, und prüfe, wo Optimierungen möglich sind.
  2. Physische Risiken identifizieren

    Diese Risiken ergeben sich aus den direkten Auswirkungen des Klimawandels, wie extreme Wetterereignisse, steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster.

    Wie identifiziert man sie?

    • Klimarisiken erkennen: Untersuche, wie Klimaereignisse wie Überschwemmungen, Hitzewellen, Stürme oder Dürren deine Standorte, Lieferketten und Betriebsabläufe beeinflussen könnten.
    • Bewerte die Anfälligkeit: Analysiere, wie stark deine Vermögenswerte, Infrastruktur und Lieferketten gegenüber diesen Risiken exponiert sind.
    • Nutze Klimaprojektionen: Verwende Hoch-Emissions-Szenarien, um Risiken in verschiedenen Zeiträumen zu bewerten (kurz-, mittel- und langfristig).

    Beispiele für physische Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel: 

    Art des Risikos Temperatur Wind Wasser Feststoffe
    Chronisch Temperaturänderung Änderung der Windverhält-nisse Änderung der Niederschlagsmuster und -arten (Regen, Hagel, Schnee/Eis) Küstenerosion
      Hitzestress   Variabilität von Niederschlägen oder der Hydrologie Bodendegradation
      Temperaturvariabilität   Versauerung der Ozeane Bodenerosion
      Abtauen von Permafrost   Salzwasserintrusion Solifluktion
          Anstieg des Meeresspiegels  
        Wasser-knappheit    
    Akut Hitzewelle Zyklon, Hurrikan, Taifun Dürre Lawine
      Kältewelle/Frost Sturm (einschließlich Schnee-, Staub- und Sandstürme) Starke Niederschläge (Regen, Hagel, Schnee/Eis) Erdrutsch
      Wald- und Flächenbrände Tornado Hochwasser Bodenabsenkung
          Überlaufen von Gletscherseen  

     

  3. Übergangsrisiken identifizieren

    Diese Risiken ergeben sich aus dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, einschließlich regulatorischer, marktbezogener und technologischer Veränderungen, die sich negativ auf Geschäftsabläufe auswirken können.

    Wie identifiziert man sie?

    • Regulatorische Entwicklungen beobachten: Analysiere, wie neue Klimapolitiken (z. B. CO₂-Steuern, strengere Emissionsvorschriften) deine Kosten und dein Geschäftsmodell beeinflussen könnten.
    • Technologierisiken bewerten: Prüfe, ob dein Unternehmen auf CO₂-intensive Technologien angewiesen ist, die durch Innovationen in grünen Alternativen überholt werden könnten.
    • Marktveränderungen analysieren: Untersuche, wie sich veränderte Kundenpräferenzen und Investorenanforderungen an Nachhaltigkeit auf deine Umsätze auswirken könnten.

    Beispiele für Übergangsrisiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel: 

    Politik und Recht Technologie Markt Ansehen
    Höhere Bepreisung von Treibhausgasemissionen Ersetzung bestehender Produkte und Dienstleistungen durch emissionsärmere Optionen Änderung des Verbraucherverhaltens Veränderungen der Verbraucher-präferenzen
    Verstärkte Emissionsberichterstattungspflichten Erfolglose Investitionen in neue Technologien Unsicherheit in Bezug auf Marktsignale Stigmatisierung des Sektors
    Mandate und Regulierung in Bezug auf bestehende Produkte und Dienstleistungen Kosten des Übergangs zu emissionsärmeren Technologien Gestiegene Rohstoffkosten Zunehmende Besorgnis der Interessenträger
    Mandate und Regulierung in Bezug auf bestehende Produktions-verfahren     Negative Rückmeldungen der Interessenträger
    Gefahr von Rechtsstreitigkeiten      

     

  4. Übergangschancen identifizieren

    Diese Chancen ergeben sich aus den Vorteilen und Wettbewerbsvorteilen, die entstehen, wenn du deine Geschäftsabläufe an die Transformation hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft anpasst.

    Wie identifiziert man sie?

    • Möglichkeiten zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung prüfen: Finde heraus, wo sich Energieeinsparungen, Kreislaufwirtschaftsansätze oder eine Reduzierung von Abfällen positiv auf deine Kostenstruktur auswirken können.
    • Neue Geschäftsmöglichkeiten erkennen: Analysiere, wie Klimapolitiken und die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen neue Märkte und Umsatzquellen für dein Unternehmen schaffen können.
    • Reputations- und Finanzvorteile bewerten: Unternehmen, die frühzeitig in Klimaschutzmaßnahmen investieren, können ihr Markenimage stärken und für nachhaltigkeitsorientierte Investoren (ESG-Investments) attraktiver werden.